Bio Guayusa - Natural Infusion 

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Einblick in die Geschichte von Guayusa - Leben und Traditionen der Kichwa Indianer

April 14, 2019

Einblick in die Geschichte von Guayusa - Leben und Traditionen der Kichwa Indianer

 

 

Seit über 1.500 Jahren verwenden die Kichwa, die Ureinwohner des Amazonas, die Guayusa Pflanze für unterschiedliche Zwecke. Dabei wurde Guayusa nicht nur getrunken, sondern auf verschiedenste Weisen verwendet. Den Kichwa geht es dabei nicht nur um den Fakt, dass Guayusa langanhaltend wach macht, sondern auch um spirituelle Aspekte. Nachfolgend möchten wir die Geschichte, die Traditionen und das heutige Leben der Kichwa-Völker vorstellen.

Die Geschichte von Guayusa

Es gibt verschiedenste Geschichten darüber, wie die Ureinwohner im Amazonas Guayusa entdeckten. Die ältesten Funde getrockneter Guayusa-Blätter liegen über 1500 Jahre zurück. Sie wurden im Grab eines Schamanen in Bolivien gefunden. Heutzutage geht man davon aus, dass Guayusa ursprünglich aus Ecuador stammt.

Die Kichwa Indianer nutzten die belebende Wirkung von Guayusa früher vor und während der Jagd, die enorme Konzentration und Kraft benötigt. Laut einer Sage wurden ihnen diese Pflanze als Energiespender von den Göttern geschenkt.

Deshalb wurde Guayusa vor allem in den frühen Morgenstunden getrunken, um für die Jagd gewappnet zu sein und über die Träume der vergangenen Nacht zu sprechen. Die jüngste Schwiegertochter musste in aller Frühe aufstehen, um den Sud aus Guayusa Blättern und Wasser aufzusetzen. Während sie den Guayusa-Sud tranken, sprachen sie über kreative Gedanken, inspirierende Ideen und erzählten sich Geschichten über ihre Vorfahren. Dem Guayusa-Tee wurde eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen, zum Beispiel bei Magenproblemen, Kopfschmerzen oder zur äußerlichen Anwendung bei Verletzungen und gegen Insekten. Gemeinsam lebten alle Familienmitglieder auch nach der Hochzeit gemeinsam in einem großen Haus. Gearbeitet wurde nur von Montag bis Mittwoch.


Traditionen und Lebensweise der Kichwa-Völker

Wie leben die Kichwa-Völker heute?

Uli hat sich vor 14 Jahren entschieden, von Deutschland nach Ecuador auszuwandern. Er lebt zusammen mit seiner Frau, einer Kichwa, in der Stadt Tena. Das ist die Hauptstadt der Provinz Napo, dem Kanton Tena und liegt mitten im Amazonas-Regenwald. Mit ihm habe ich über Traditionen und die heutige Lebensweise der Kichwa-Indianer gesprochen.


Das Kichwa-Volk und ihre Zugehörigkeit zu den Quechua-Indianern

Die Kichwa sind die indigenen Volksgruppen in Ecuador und gehören zu den Quechua-Indianern. Das sind alle Ethnien, über Peru, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Chile und Argentinien verteilt, die die Muttersprache Quechua gemeinsam haben. Quechua bedeutet übersetzt “Tal” oder “die Höhenlage”. Traditionell bezeichnen sie sich selbst also als “Menschen der Höhenzone Quechua”.

Insgesamt sprechen 9 bis 14 Millionen Menschen Quechua, allerdings hat sich bis auf die Zuordnung zu dieser gemeinsamen Sprache bisher keine beziehungsweise kaum eine gemeinsame Identität gebildet. Das liegt daran, dass die regionalen Dialekte so groß sind, dass eine gegenseitige Verständigung kaum möglich ist.

Die Quechua-Indianer haben trotz ihrer großen ethnischen Vielfalt und der Unterschiede in Sprache und Mundart einige Gemeinsamkeiten, vor allem in Hinblick auf die Lebens- und Wirtschaftsweise.

Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur

Die Quechua arbeiten traditionell größtenteils in der Land- und Weidewirtschaft. In den tiefer gelegenen Regionen liegt der Fokus auf der Landwirtschaft, während in der hoch gelegenen Region der Puna vor allem Weidewirtschaft, Viehhaltung und der Anbau von Feldfrüchten betrieben wird.

Zurück zu den Kichwa-Indianern, der zu den Quechua gehörigen Ethnie, die in Ecuador lebt. Auch ihre Existenzgrundlage wurzelt traditionell in der Landwirtschaft. Jede Familie bewirtschaftet selbstständig ihr eigenes Land -  ihr Tagesrhythmus und ihr Arbeitsumfang richtet sich nach Saison und Wetter. Umweltbildung spielt eine große Rolle, das Wissen über die Bezeichnung und den Nutzen jeder Pflanze wird im frühesten Kindesalter weitergegeben. Selbst die Namen der Monate beziehen sich darauf, wann welche Pflanze geerntet werden kann. In sogenannten Chakras, das sind Waldgärten, werden in Mischkulturen alle Pflanzen angebaut, die für sie selbst und den Export wichtig sind. Darunter fallen zum Beispiel Kakao, Banane und  Guayusa. Gerade der Anbau von Guayusa ist für die Kichwa besonders wichtig, denn die Pflanze kann das ganze Jahr über geerntet werden, im Gegensatz zur Kakaobohne, die nur gewisse Erntezeiten hat. Guayusa ist dementsprechend eine wichtige Einnahmequelle, die ohne Pestizide und Dünger auskommt.

Gemeinsam Guayusa Trinken - die tägliche Tradition der Kichwa

Guayusa spielt aber nicht nur als Exportprodukt eine große Rolle, sondern auch im traditionellen Zusammenkommen am Morgen und in der Strukturierung des Tages.

Bis heute ist das gemeinschaftliche Trinken von Guayusa und der enge Zusammenhalt geblieben, auch wenn nicht mehr zwingend alle in einem Haus zusammen wohnen.

Den Kichwa-Indianern liegt viel daran, in der Familie viel Zeit miteinander zu verbringen, Tag für Tag. Deshalb rücken große Traditionen als Anlass, schöne Momente zu verbringen, eher in den Hintergrund. Die Struktur ihres Alltags ist geprägt von Natur und Familie.

Und was haben wir damit zutun?

Diese Lebensweise ist nur möglich, solang die Kichwa-Indianer weiterhin unabhängig in ihren Waldgärten traditionell wirtschaften können, ohne dass vor allem der Globale Norden durch die Ansiedlung und den Landraub großer Konzerne diese Strukturen untergräbt. Bergbau und Regenwaldabholzung nehmen den Kichwa sonst die Lebensgrundlage.

Um dies zu verhindern, sind wir alle verantwortlich. Handeln können wir ganz einfach, in dem wir ganz genau hinschauen, wo unsere Produkte herkommen und wie sie produziert werden. Ein Anliegen, das uns bei unserem  Bio-GUYA-Tee sehr am Herzen liegt.



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